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  • 1 Post By Christina

Thema: Geht der "Trend" zu veganer Ernährung?

  1. #1
    Moderator Avatar von reega
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    Geht der "Trend" zu veganer Ernährung?

    Gerade eben habe ich ein bisschen durch die Kochbuchbestseller bei Amazon und da ist mir aufgefallen, dass auf den vorderen Plätzen wirklich etliche vegane Kochbücher zu finden sind...

    Wie nehmt ihr das wahr? Ist das eine neue Modeerscheinung? Oder ist das eher eine Auswirkung der letzten Lebensmittelskandale?
    Was meint ihr dazu?

  2. #2
    Avatar von stine
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    Für mich ist es jedenfalls keine Option, noch nicht mal Vegetariere zu sein. Aber: hier gibt es nur noch tierische Produkte aus Bio-Erzeugung (richtige Bio-Labels, nicht vom Discounter) und mein Fleischkonsum geht mehr und mehr zurück.

    In einer Reportage kam mal, dass wohl viele junge Leute - auch aufgrund der Skandale - den Schritt weg vom Fleisch direkt hin zum Veganen machen. In meinem Umfeld gibt es niemanden der vegan ist, Vegetarier schon.

  3. #3
    Avatar von Chrisli
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    Hmmmmm…. Betrachte ich meine Umgebung, geht es mir wie Stine – erklärte Vegetarier ja, Veganer – hier ist mir niemand persönlich bekannt.

    Ob die Amazon-Liste wirklich so aussagekräftig ist?
    Meinst du diese hier?
    Amazon.de Bestseller: Die beliebtesten Artikel in Kochen & Genießen

    Sicherlich mag vegane Ernährung bewusster wahrgenommen werden, sicherlich auch mehr Menschen interessieren.
    Doch Grillbücher finden sich dort auch zuhauf, wobei mir bei uns allerdings auch nicht auffällt, dass die Leute hier in unserer Umgebung plötzlich wie wild grillen und sich insbesondere mit den diversen „Weber“-Bibeln ausstatten.
    Auch finde ich in der Liste Bücher, die ich bislang noch nie mit Interesse wahrgenommen habe und die mich auch jetzt nicht reizen würden.

    Man muss sich vielleicht auch fragen, wie diese Wertungen/Rangplätze zustande kommen – vielleicht werden gerade bei Amazon so viele entsprechende Bücher bestellt, weil sie in den üblichen Buchhandlungen gerade nicht zum Standardrepertoire gehören?

    Wir – und auch die Kinder – essen allerdings in der Tat weniger Fleisch und dies auch bewusster (dann aber freilich noch immer mit Genuss).

    Die Mannigfaltigkeit der vegetarischen Küche hat sich aus meiner Sicht in der letzten Zeit wunderbar entwickelt – so dass etliche in unserem Umfeld (und das scheint mir viel mehr ein sehr merklicher Trend geworden zu sein) sogar ohne überhaupt nachzudenken, rein unter Geschmacksgesichtspunkten, zu Teilzeitvegetariern geworden sind.

  4. #4
    Avatar von stine
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    Zitat Zitat von Chrisli Beitrag anzeigen
    Die Mannigfaltigkeit der vegetarischen Küche hat sich aus meiner Sicht in der letzten Zeit wunderbar entwickelt – so dass etliche in unserem Umfeld (und das scheint mir viel mehr ein sehr merklicher Trend geworden zu sein) sogar ohne überhaupt nachzudenken, rein unter Geschmacksgesichtspunkten, zu Teilzeitvegetariern geworden sind.
    Ja genau. Es gibt tolle Sachen ohne Fleisch, die einfach gut schmecken. Die esse ich weil ich sie gerne mag und nicht, weil ich gerade kein Fleisch essen mag.
    Die arme Leute Küche meiner Oma war mit sehr wenig Fleisch. Sonntagsbraten und höchstens 2, eher ein Mal unter der Woche. So hat es emien Mama auch gemacht. Wir essen auch sehr wenig Fleisch, aber das mit Genuß (wenn mir die Herkunft bekannt ist)

  5. #5
    Moderator Avatar von zuckererbse
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    Also, in meinem Umfeld gibt es auch keine Vegetarier oder Veganer. Wohl aber einige, die wenig Fleisch essen und dann auch auf die Herkunft achten. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass gerade jüngere Leute sich direkt dem veganen Lebensstil zuwenden.

  6. #6
    Moderator Avatar von lunchforone
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    Mir ist der Trend bei so manchem amerikanischem Foodblog aufgefallen, wobei da wohl gerade glutenfree sehr in ist.

    Aber im Freundeskreis wurde aus 3 vegetarier nun auch veganer - es könnte schon was dran sein
    The purpose of our lives is to be happy. To be happy I need chocolate.

  7. #7
    Moderator Avatar von reega
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    Es ist schon nicht nur diese Liste, da ist es mir jetzt halt mal wieder aufgefallen - in vielen Restaurants (ich weiß aber nicht, wie sehr das in Deutschland der Fall ist) gibt's explizit vegane Gerichte (glutenfreie übrigens auch), die auch als solche gekennzeichnet sind.

    In meinem Bekanntenkreis finden sich diverse Vegetarier (in unterschiedlichen Ausprägungen) und zwei Veganer.

    Es kann schon sein, dass viele Jugendliche mittlerweile zu Veganern werden, weil Vegetarier zu sein heutzutage ja nun nichts so exotisches mehr ist (wie noch vor 10 oder 20 Jahren).

  8. #8
    Moderator Avatar von lunchforone
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    Zitat Zitat von reega Beitrag anzeigen
    Es ist schon nicht nur diese Liste, da ist es mir jetzt halt mal wieder aufgefallen - in vielen Restaurants (ich weiß aber nicht, wie sehr das in Deutschland der Fall ist) gibt's explizit vegane Gerichte (glutenfreie übrigens auch), die auch als solche gekennzeichnet sind.

    In meinem Bekanntenkreis finden sich diverse Vegetarier (in unterschiedlichen Ausprägungen) und zwei Veganer.

    Es kann schon sein, dass viele Jugendliche mittlerweile zu Veganern werden, weil Vegetarier zu sein heutzutage ja nun nichts so exotisches mehr ist (wie noch vor 10 oder 20 Jahren).
    Das wäre in Neuseeland? Hier tut man sich schon schwer interessante vegetarische Gerichte zu finden, mit glutenfrei auch sehr sehr selten.
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  9. #9
    Avatar von Christina
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    ich denke schon, dass der trend derzeit dahin geht. wobei die große frage, ob daraus etwas "dauerhaftes" wird oder ob es nur eine kurzzeitige bewegung ist, natürlich offen bleiben muss.

    ich persönlich bin ja auch erst seit 1,5 jahren vegetarierin und dieser "trend" hat da bestimmt mit zu beigetragen. veganer ernährung bin ich prinzipiell zugeneigt, allerdings nur "echter" veganer ernährung - ich habe auch in dem bereich etwas gegen künstliche produkte (vegane wurst, veganes gyros, veganer fleischsalat), die voller zusatzstoffe sind. ab und an mache ich mal einen veganen monat. aber länger geht's für mich (zumindest im moment) noch nicht, weil einige produkte in der sog. "tierleidfreien" version noch nicht meinem geschmack entsprechen. quark und joghurt - da gibt es keine anständigen produkte, die auch nur annähernd "normal" schmecken. wobei man sich da natürlich fragen müsste, ob man nicht lieber geschmackliche einbußen in kauf nimmt und dafür seinen teil zu öko-bilanz etc. beiträgt. okay, ich im moment noch nicht. ganz schlimm sind ja auch eier: ich liebe eier. eine welt ohne frühstücksei, spiegelei, rührei - undenkbar für mich. prinzipiell verstehe ich veganer also ganz gut und bewundere auch die konsequenz.
    für mich im moment allerdings keine alternative.

  10. #10
    Moderator Avatar von reega
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    Richtig, aber es ist mir schon in anderen englischsprachigen Ländern ebenfalls aufgefallen. Und durch diese Amazon.de-Liste hab ich mich nun gefragt, ob der Trend (wenn es denn einer ist) sich wohl in Deutschland fortsetzt...

  11. #11
    Avatar von Christina
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    also in düsseldorf gibt es zwei restaurants, die ausschließlich vegane gerichte (zu vollkommen akzeptablen preisen) anbieten, sowie einen thai-lieferservice, der nur "fleischersatz" (seitan, tofu etc.) nimmt.
    sonst ist die auswahl auch für mich als vegetarier nicht besonders groß. man findet halt immer irgendwie was, aber als veganer essen gehen ist schon 'n büsschen doof, denk ich. pizza ohne käse, pommes ohne mayo (und die nachfrage, woher die pommes kommen, ob die vorfrittiert sind und in welchem fett... unangenehm, oder?), salate mit öl-essig-dressing - aber woher soll man genau wissen, ob die gerichte tatsächlich vegan sind, wenn nicht ausschließlich als solche gekennzeichnet?

  12. #12
    Moderator Avatar von reega
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    Christina, da hast du natürlich vollkommen recht. Ähnlich war es doch mit vegetarischen Gerichten vor ein paar Jahren, z.B. bei Kartoffelsalat. Der wird ja auch in vielen Restaurants mit Fleischbrühe gemacht...

  13. #13

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    Ich glaube tatsächlich, dass vegane lebensweise gerade in den grossstädten zu nimmt. Es machen immer mehr vegane restaurants und imbisse auf, die leute sind sich dessen immer mehr bewusst... ich war letztes jahr in new yord und da gehört das ja schon fast zur tagesordnung, dass man am 24/7 vegane sandwiches kriegt... und spätestens seit es in deutschland eine werbekampagne für mehr fleischkonsum gibt, weiss ich es tut sich was

  14. #14

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    Ich selbst könnte mich nicht für vegetarische oder veganische Lebensweise entscheiden, weil ich einfach viel zu gerne geniesse und esse. Und den Geschmack von einem guten steak kann man einfach nicht nachahmen, da kann man mir erzählen, was man will. worauf ich gerne verzichten kann ist wurst und fleisch als nebenprodukt in salaten oder so. wenn dann bewusst und nicht öfter als einmal die woche

  15. #15
    Avatar von Bengelchen
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    Du nimmst mir die Worte aus dem Mund, genau so geht es mir auch!



    Leider sind in meinem Umfeld sehr viele Fleisch"fresser", die leider auch keinen Wert auf die Herkunft des Fleisches legen. Da stellt es mir jedes mal die Haare auf!

  16. #16
    Avatar von patty
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    Bis zu diesem Thread hab ich das ganze eher nebensächlich wahrgenommen. Ich ersetze zwar auch gerne gelegentlich Milch- und Eiprodukte durch vegane Alternativen. Viele Cremesuppen gewinnen auch ungemein durch Mandelmuß statt Sahne. Als Trend wahrgenommen habe ich es aber nicht. Jetzt hab ich aber mal drauf geachtet.

    Tische mit veganen Kochbüchern in Buchhandlungsketten an prominenten Stellen, vegane Fernsehköche und immer mehr (gute) vegane Gastronomie. Und heute kam per Mail, dass morgen bei mir an der Uni ein veganer "Trend-Koch" im Rahmen einer Sportveranstaltung ein Showkochen bezüglich "gesunder Ernährung" abhält. Vielleicht sehe ich mir das ja an. Aber eins weiß ich jetzt: Vegan sein ist 2012 trendy.

    Das Ergebnis ist sicher nicht verkehrt, fraglich nur, wie lange der Weg trendy und damit attraktiv für die Masse bleibt.

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